Wechsel von Holger Kahl ins Landratsamt – Matthias Schimpf: „Vorwurf der Vetternwirtschaft der SPD vollkommen haltlos“

Auf die Vorwürfe der SPD-Kreistagsfraktion reagiert Finanzdezernent Matthias Schimpf in einer Stellungnahme.

„Die Neubesetzung der Stelle im Bereich der Finanzabteilung ist nach den vorgeschriebenen Verwaltungs- und Bewerbungsrichtlinien geschehen und nicht nach Parteibuch“, weißt Finanzdezernent Matthias Schimpf die Vorwürfe der SPD Kreistagsfraktion der Vetternwirtschaft bei Personalentscheidungen im Landratsamt auf das entschiedenste zurück.

Die Stelle war entgegen der Behauptung der SPD intern und extern rund 2 Wochen ausgeschrieben.  Wie üblich intern im Intranet und per Aushang für jeden Mitarbeiter ersichtlich an den dafür vorgesehen Stellen in den Verwaltungsgebäuden. Extern erfolgte die Ausschreibung über die Homepage des Kreises Bergstraße. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist lagen sechs externe Bewerbungen vor. Interne Bewerbungen lagen nicht vor.

Nach einer Eignungsprüfung der Bewerbungsunterlagen wurden vier Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dieses wurde geführt von dem Finanzdezernenten, dem Leiter Finanz- und Rechnungswesen, dem Sachgebietsleiter der Fachabteilung, einem Vertreter des örtlichen Personalrates und der zuständigen Sachbearbeiterin des Personalmanagements.

Nach Abschluss der geführten Bewerbungsgespräche fiel durch alle Beteiligten ein eindeutiges Votum für den Bewerber Holger Kahl, worauf alle Maßnahmen für ein Arbeitsverhältnis zum 1.11.2013 in die Wege geleitet wurden.

Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass stets versucht wird, freie oder zu besetzende Stellen zunächst intern zu besetzen, doch dürfte auch der SPD durch die Beratungen zu den Haushaltsplanentwürfen, und den Finanz – Controllingberichten bekannt sein, dass die Personaldecke des Kreises äusserst dünn ist und jede interne Nachbesetzung an anderer Stelle in der Verwaltung eine neue Lücke öffnet. Insoweit ist es klug und folgerichtig Stellen auch extern zu besetzen, damit sowohl qualitativ als auch quantitativ die anfallenden Aufgaben erfüllt werden können.

Wer vor dem Hintergrund der jetzt kritisierten Stellenbesetzung ohne nähere Kenntnis des Verfahrens von „Besetzung nach Belieben“ und  „Gutsherrenart“ spricht, diskreditiert die an der Auswahl beteiligten Mitarbeiter der Fachabteilung, den örtlichen Personalratsvertreter, aber auch den Personalrat und die Frauenbeauftragte, welche ohne Erörterungsbedarf der Stellenbesetzung zugestimmt haben. Ob ein solches Verhalten der SPD zur Motivation der Mitarbeiter in der Kreisverwaltung beiträgt, ist durchaus zu hinterfragen.

„Bei uns erfolgen Einstellungen nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung und keinesfalls nach Parteigesichtspunkten“, so Finanzdezernent Matthias Schimpf abschließend.